Jahrgangsbeschreibungen Südsteiermark 2000 - 2005

2000
Der durch den frühen Blütebeginn (Ende Mai) entstandene Vorsprung zog sich über die ganze Vegetationsperiode durch. Den Sommer hindurch gab es eine gleichmäßige Entwicklung und gerade noch ausreichende Niederschläge zur rechten Zeit. Eine kurze Regenphase Anfang September und Anfang Oktober ließ die Erntemengen etwas höher ausfallen, als prognostiziert. Die Trauben blieben auch nahezu frei von Botrytis. Das physiologisch vollreife Lesegut ergab hochreife, kräftige und vielschichtige Weine.

2001
Viel Frische, ausgeprägte Sortenmerkmale, hohe physiologische Reife, eine gute Stoffigkeit und etwas leichter im Alkoholgehalt, so könnte man die Weine aus dem Jahrgang 2001 in Schlagwörtern beschreiben. Das ausgeprägte Aroma ist auf die hohen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zurückzuführen.

2002
Ein sehr milder und trockener Winter ließ die Reben bereits sehr früh – im März – sprießen. Die ersten Blüten waren bereits Ende Mai zu finden - bedingt durch das schöne warme Wetter war die Blütezeit am 10. Juni vollständig abgeschlossen und damit ein Vegetationsvorsprung von 14 Tage gegeben. Dieser Vorsprung wurde durch die gute und nicht zu knapp bemessene Niederschlagsmenge im Frühsommer, gefolgt von einem warmen trockenen August, sogar noch leicht ausgebaut. Kühles und feuchtes Wetter im September verzögerte dann doch den Erntebeginn um ein paar Wochen – die Vegetationszeit wurde dadurch verlängert und die kühle Witterung bewahrte mehr Frucht und Finesse in den Trauben.

2003
Dieser Jahrgang bescherte uns einen klimatypischen Winter mit guter Feuchte. Der Austrieb der Reben setzte Ende April ein. Auf raschen Durchtrieb folgte eine recht frühe Blüte (um den 20. Mai), die bei trockenem Wetter unproblematisch verlief. Durch den heißen Sommer mit eher geringen Niederschlägen kam es zu einem enormen Vegetationsvorsprung. In der Endreifephase blieben die Nächte kühl und frisch, sodass die Zuckerreife langsamer voranschritt, die Aromenbildung aber stark gefördert wurde. Das traumhafte Frühherbstwetter gewährte uns eine kurze Erntezeit mit hochreifen Trauben.

Die Weine des Jahrganges 2003 können wir mit Schlagworten wie kräftig, sehr langlebig, ausdruckstark, fruchtbetont mit ausgeprägter Sortenaromatik, saftig und körperreich am Gaumen, mit Fruchtschmelz ausklingend beschreiben.

2004
Die wechselhaften Wetterverhältnisse legten 2004 eine strikte Ertragsbegrenzung nahe. Spätblühende Trauben mussten teilweise rigoros entfernt werden, um die Energie von Boden und Sonne in den bereits heranwachsenden Beeren zu konzentrieren. Leichte, jung trinkbare, schlanke, fast filigrane Weine, die trotzdem Körper zeigen, so kann man am besten den Jahrgang 2004 beschreiben.

2005
Das Weinjahr 2005 begann, abgesehen von kleineren Winterfrostschäden an den Muskatsorten, typisch für die Südsteiermark. Ende April zeigten sich die neuen Triebe an den Weinstöcken, ein Monat später setzte die Blüte ein. Der Sommer bescherte uns Sonne, ausreichende Niederschläge – und bereits Ende August Trauben von gutem Reifegrad.

Den komplettierten drei glücklicherweise sonnenreiche Septemberwochen, ehe Ende des Monats einsetzender Dauerregen zur zügigen Ernte zwang. Weine mit klar ausgeprägten sortentypischen Fruchtaromen, höhere Extraktwerte als beim vorangegangenen Jahrgang lassen doch wieder längere Lagerfähigkeit zu. Insbesondere Lagenweine werden mit recht voluminösem Körper bei dezent harmonischem Säurespiel punkten. Leider ließ dieser Jahrgang aufgrund von Frostschäden und Ernteausfällen keine allzu großen Mengen zu.

 

Referenz: Grand Cru Styria